Die Zentralstation Einundzwanzig-D verstärkte wieder ihren Schwarm. Gesucht wurden stationäre Signalgreifer für zwanzig bis dreißig Raumzeiteinheiten pro Woche.
Quarx von Nörgelon betrachtete den Aufruf. „Das hatten wir schon einmal.“
„Korrekt“, sagte GRAM.
„Damals meldete sich ein ausgesprochen erfahrener Signalgreifer für genau diese Teilumlaufbahn.“
„Ebenfalls korrekt.“
„Und danach erklärte die Zentralstation plötzlich, sie benötige eigentlich jemanden für eine vollständige Umlaufbahn.“
GRAM ließ einige alte Datenreihen vorbeiziehen. „Auch das ist dokumentiert.“
Alva sah vom einen zum anderen. „Vielleicht hatte sich der Bedarf geändert.“
„Natürlich“, sagte GRAM. „Das ist die freundlichste Erklärung.“
„Und die weniger freundliche?“
GRAM schwieg einen Moment. „Dass eine ausgeschriebene Teilumlaufbahn nicht zwingend bedeutet, dass jedem geeigneten Signalgreifer auch eine Teilumlaufbahn angeboten werden soll.“
Quarx legte die Ohren an. „Die vollständige Umlaufbahn könnte also erst entstehen, nachdem die Zentralstation weiß, wer sich gemeldet hat?“
„Eine bemerkenswerte Form personalabhängiger Raumzeitkrümmung.“
Der Signalgreifer von damals bekam davon nichts mehr mit. Er hatte dieses Universum längst verlassen und war durch eine Raumzeitfalte in ein Paralleluniversum gewechselt.
„Man könnte ihn zurückholen“, meinte Quarx.
GRAM prüfte die benachbarte Dimension ungewöhnlich kurz. „Eher nicht. Es dürfte kein Interesse mehr bestehen.“
Alva blickte wieder auf den Aufruf. „Und was geschieht mit den Haien, die wegen zwanzig Raumzeiteinheiten in den Schwarm eintreten und anschließend feststellen, dass von ihnen plötzlich achtundvierzig erwartet werden?“
„Die werden vermutlich ebenfalls irgendwann das Universum verlassen“, sagte GRAM.
„Wenn aber diejenigen verschwinden, die man nicht haben wollte, und anschließend auch diejenigen gehen, die man unbedingt haben wollte – wer bleibt dann noch im Haifi-Sbecken?“
GRAM betrachtete das Becken. „Statistisch gesehen immer weniger erfahrene Haie.“
Quarx runzelte die Stirn. „Ist ein Haifi-Sbecken ohne Haie nicht gefährlich für die Zentralstation?“
„Theoretisch.“
„Nur theoretisch?“
GRAM öffnete eine langfristige Populationsberechnung. „In diesem Universum wird es voraussichtlich immer genügend unerfahrene Haie geben, die erstmals vom Resonanzfeld angezogen werden. Solange mehr neue Haie ins Becken schwimmen, als tatsächlich benötigt werden, bleibt es ausreichend gefüllt.“
Alva sah auf die Zahlen. „Dann ist es für die Zentralstation gar nicht entscheidend, ob die erfahrenen Haie bleiben?“
„Nicht, solange genügend neue nachkommen.“
In diesem Augenblick erschien über dem Becken eine neue Leuchtschrift:
WIR VERSTÄRKEN UNSEREN SCHWARM
Quarx betrachtete sie. „Und wenn die neuen Haie irgendwann ebenfalls verschwinden?“
„Dann sucht man neue.“
„Und wenn die auch verschwinden?“
„Dann sucht man wieder neue.“
Alva nickte langsam. „Ein geschlossener Kreislauf.“
„Nein“, sagte GRAM. „Für einen Kreislauf müssten die Haie zurückkommen.“
Quarx von Nörgelon betrachtete den Aufruf. „Das hatten wir schon einmal.“
„Korrekt“, sagte GRAM.
„Damals meldete sich ein ausgesprochen erfahrener Signalgreifer für genau diese Teilumlaufbahn.“
„Ebenfalls korrekt.“
„Und danach erklärte die Zentralstation plötzlich, sie benötige eigentlich jemanden für eine vollständige Umlaufbahn.“
GRAM ließ einige alte Datenreihen vorbeiziehen. „Auch das ist dokumentiert.“
Alva sah vom einen zum anderen. „Vielleicht hatte sich der Bedarf geändert.“
„Natürlich“, sagte GRAM. „Das ist die freundlichste Erklärung.“
„Und die weniger freundliche?“
GRAM schwieg einen Moment. „Dass eine ausgeschriebene Teilumlaufbahn nicht zwingend bedeutet, dass jedem geeigneten Signalgreifer auch eine Teilumlaufbahn angeboten werden soll.“
Quarx legte die Ohren an. „Die vollständige Umlaufbahn könnte also erst entstehen, nachdem die Zentralstation weiß, wer sich gemeldet hat?“
„Eine bemerkenswerte Form personalabhängiger Raumzeitkrümmung.“
Der Signalgreifer von damals bekam davon nichts mehr mit. Er hatte dieses Universum längst verlassen und war durch eine Raumzeitfalte in ein Paralleluniversum gewechselt.
„Man könnte ihn zurückholen“, meinte Quarx.
GRAM prüfte die benachbarte Dimension ungewöhnlich kurz. „Eher nicht. Es dürfte kein Interesse mehr bestehen.“
Alva blickte wieder auf den Aufruf. „Und was geschieht mit den Haien, die wegen zwanzig Raumzeiteinheiten in den Schwarm eintreten und anschließend feststellen, dass von ihnen plötzlich achtundvierzig erwartet werden?“
„Die werden vermutlich ebenfalls irgendwann das Universum verlassen“, sagte GRAM.
„Wenn aber diejenigen verschwinden, die man nicht haben wollte, und anschließend auch diejenigen gehen, die man unbedingt haben wollte – wer bleibt dann noch im Haifi-Sbecken?“
GRAM betrachtete das Becken. „Statistisch gesehen immer weniger erfahrene Haie.“
Quarx runzelte die Stirn. „Ist ein Haifi-Sbecken ohne Haie nicht gefährlich für die Zentralstation?“
„Theoretisch.“
„Nur theoretisch?“
GRAM öffnete eine langfristige Populationsberechnung. „In diesem Universum wird es voraussichtlich immer genügend unerfahrene Haie geben, die erstmals vom Resonanzfeld angezogen werden. Solange mehr neue Haie ins Becken schwimmen, als tatsächlich benötigt werden, bleibt es ausreichend gefüllt.“
Alva sah auf die Zahlen. „Dann ist es für die Zentralstation gar nicht entscheidend, ob die erfahrenen Haie bleiben?“
„Nicht, solange genügend neue nachkommen.“
In diesem Augenblick erschien über dem Becken eine neue Leuchtschrift:
WIR VERSTÄRKEN UNSEREN SCHWARM
Quarx betrachtete sie. „Und wenn die neuen Haie irgendwann ebenfalls verschwinden?“
„Dann sucht man neue.“
„Und wenn die auch verschwinden?“
„Dann sucht man wieder neue.“
Alva nickte langsam. „Ein geschlossener Kreislauf.“
„Nein“, sagte GRAM. „Für einen Kreislauf müssten die Haie zurückkommen.“

Kommentare
Kommentar veröffentlichen