Der Vormittag, an dem die Raumzeit erst spät beschloss, überhaupt stattzufinden
Am 25. August herrschte im beobachteten Sektor zunächst eine bemerkenswerte Form kosmischer Ordnung.
Nichts geschah.
Stunde um Stunde verharrte die Quantenfrequenz in einem Zustand vollkommener Ereignislosigkeit. Das Galaktische Zentralamt hätte diesen Zustand vermutlich als stabile Versorgungslage mit außergewöhnlich geringer Störungsdichte bezeichnet.
Marvin nannte ihn:
„Dienstag.“
Erst um 10:23:40 entschied sich das Raum-Zeit-Kontinuum, die Existenz eines ersten Signals einzuräumen.
Nur 56 Sekunden später, um 10:24:36, erschien ein zweites.
Die Beobachter wurden aufmerksam.
Dann geschah wieder nichts.
Für beinahe 24 Minuten kehrte das Universum zu seiner bevorzugten Betriebsart zurück: vollständige Gleichgültigkeit.
Um 10:48:30 materialisierte sich schließlich ein drittes Quantenereignis.
Diesmal schien die Raumzeit ihre grundsätzlichen Einwände vorübergehend aufgegeben zu haben. Bereits 52 Sekunden später, um 10:49:22, folgte das vierte Signal.
Das fünfte erschien um 10:53:31.
Damit hatte der Sektor innerhalb von knapp dreißig Minuten fünf Ereignisse hervorgebracht, nachdem er zuvor mehr als zehn Stunden lang überzeugend demonstriert hatte, dass er auch ganz ohne sie auskommt.
Die Wahrscheinlichkeitsmarder von Schmurx vermuten eine beginnende lokale Verdichtung.
Die Signalhirten von Betrax sprechen von einer Herde.
Die Formularasseln von Krixon IV haben vorsorglich ein Formular zur Feststellung einer möglicherweise stattgefunden habenden Häufung angefordert.
Deep Thought hält fünf Messpunkte für unzureichend.
Marvin hält auch fünfhundert Messpunkte für unzureichend, sieht darin allerdings keinen wesentlichen Unterschied.
Die Zentralstation Einundzwanzig-D beobachtet weiter.
Nicht aus Hoffnung.
Aus Gewohnheit.
Die Vogonen halten sich raus, was bedenklich ist.
Keine Panik.

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